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7.11.13 22:17


Machos beim Vorstellungsgespräch

Zum Jahresanfang besetzt die Firma die Stelle des Controllers neu. Unser derzeitiger Controller steigt dann auf zur Büroleitung, als Bindeglied zwischen der kaufmännischen Leitung - also mir - und den einzelnen Abteilungen und übernimmt zusätzlich meine Vertretung.

Für heute Morgen hatten wir den ersten Bewerber geladen.
Von Profil und Bewerbung ausgehend der Richtige für die Stelle.
Dem Bewerber wurde von mir persönlich am Telefon klar und deutlich kommuniziert mit wem er das Gespräch führen wird.

Um gleich einen Eindruck zu erhalten, begrüße ich Bewerber gerne selbst als erstes anstelle der Empfangsdame und lasse ihre ersten Schritte in der Firma auf mich wirken.

So begrüßte ich auch den Herren heute Morgen und stellte mich vor, nur Name keine Position.
Nach einer kurzen Führung durch das Büro-Haus, führte ich ihn in den Besprechungsraum.

Der heutige Bewerber war pünktlich, der erste Eindruck gut, das Auftreten locker und selbstbewusst, dennoch sehr professionell.

Nur dann kam das Gespräch.

Chef und Controller sollten erst später dazu stoßen, weil sie vorher noch eine Besprechung in der Fertigung hatten.
Während ich ihm also Kaffee einschenkte und locker in das Gespräch startete, meinte er plötzlich: "Es ist ja wirklich nett mit Ihnen zu plaudern und ich freue mich, Ihr neuer Kollege zu werden, aber sollte so ein wichtiges Gespräch nicht der Chef anstelle der Sekretärin führen?"
Hätte er am Telefon gut aufgepasst, hätte es bei der Begrüßung in seinem klugen Köpfchen geschnackelt und er hätte gewusst wer ich bin.
Lächelnd streckte ich ihm nochmals die Hand entgegen: "XXX YYY, kaufmännische Leitung, Sie führen das Gespräch mit mir."

Das war nur der Anfang einer Eigentor-Serie des Bewerbers.
Von Professionalität nichts mehr zu spüren.

Sein Erstaunen konnte er nicht zurückhalten: "Wooww. Die Frauenquote greift um sich. Eine Frau stand noch nie über mir *saudämlichesgrinsen* ähhh also beruflich. Sie sind noch ganz schön jung."
"Wir besetzten Stellen nicht nach Geschlecht und Alter, sondern nach Qualifikation."
"Und wenn Sie demnächst Mal schwanger werden? Dann sind die Chancen für einen innerbetrieblichen Aufstieg meinerseits augenscheinlich gegeben? Das wäre eine meiner Fragen gewesen."
"Lassen Sie meine Zukunft ruhig meine Sorge sein. Außerdem wüsste ich nicht, Sie schon eingestellt zu haben."

Innerlich war ich am kochen und wollte das Gespräch gerade abbrechen, da kamen Chef und Controller.
Ich machte die Beteiligten miteinander bekannt und gab dem Chef durch Augenkontakt zu verstehen, dass es sich hierbei um verschwendete Zeit handelt.
Da sagt der Kerl doch rotzfrech zu meinem Chef: "So sieht das also aus, wenn Frauen sich hochschlafen."

Mein Chef beendete das Vorstellungsgespräch sogleich, noch ehe es richtig begonnen hatte...

6.11.13 10:49


Verlangen

Am Wochenende steht ein Kurs-Seminar für die Skischule bevor.

Und in meinem Unterbewusstsein steigt das Verlangen.
Das Verlangen nach einem Mann, der nicht der meine ist.

Wir hatten letzte Saison bereits einige Male miteinander zu tun und zwischen uns knisterte es gewaltig.
Er hat ein unbändiges Feuer in mir entfacht.
Mehr darf nicht sein. Es handelt sich schließlich um namhafte Profis.

Gestern ein kurzes Telefonat mit ihm und seitdem lodert die Flamme wieder.
Verlangen, Versuchung, Verführung, machen sich in mir breit.
Gier und Lust suchen sich ihren Platz in meinem tiefsten Inneren.


Doch ich kann und darf mich dem nicht hingeben.

5.11.13 10:38


Es ist Zeit, etwas Neues zu beginnen

Die ersten Schritte im neuen Blog-Zuhause sind getan.

Noch ein Blog mehr, der die Welt da draußen belästigen wird. Ob meine geistigen Ergüsse Fluch oder Segen für alle gegenwertigen und zukünftigen Leser sind, wird sich im Laufe der Zeit herausstellen.

Vor fünf Wochen ist mein Stiefpapa plötzlich verstorben.
Dieses traurige Ereignis hat meine Welt zum beben gebracht und mächtig erschüttert.
Als wäre das nicht Last und Kummer genug, meinen böse Geister sich wie trübe, tiefhängende Nebelschwaden an mir festhängen zu müssen.
Sie fühlen sich im Recht und wollen ihren Kampf zu Ende kämpfen. 
Ich lasse ihnen ihr Vergnügen - noch. In Wirklichkeit sorge ich dafür, dass sie sich selbst gerade in kleine, handliche Portionen teilen und bereite im Hintergrund alles vor, um ihnen in naher Zukunft den endgültigen Stoß versetzten zu können.

Glücklicherweise habe ich einen Mann an meiner Seite, der mich auffängt, mir Halt, Sicherheit und Zuversicht gibt, wenn ich vollkommen davon zu driften drohe und sich mir in den Weg stellt, wenn unbändiger Zorn, Wut und Aussichtslosigkeit gepaart mit meinem Selbstzerstörungsdrang von mir Besitz ergreifen.

Vor 14 Monaten bin ich bei ihm eingezogen. Da war er noch eine Affäre.
Ich musste aus lebensbedrohlichen Gründen mein altes Leben zurücklassen und so stand ich von heute auf morgen mit Sack und Pack vor seiner Tür. Mit mir alle Baustellen und dunklen Schatten der Vergangenheit, die ich seit Jahren herumschleppe. Gepaart mit den seinigen ergibt das eine hochexplosive Mischung, die sich wie das heiße, brodelnde Lava eines ständig aktiven Vulkans jederzeit entladen kann.
So ganz wussten wir damals beide nicht worauf wir uns einließen. Wie uns bald darauf schmerzlich bewusst wurde. Die Folgen eines Vulkanausbruchs haben wir seither nicht nur einmal beseitigt.

Weihnachten 2012 festigten wir unsere Beziehung.
Mittlerweile arbeiten wir in der gleichen Firma. Er ist noch mein Chef.
Entgegen meiner anfänglichen Zweifel klappt das besser als vermutet und wir schaffen es recht gut privates und berufliches zu trennen.

In meinem Herzen ist er der einzige Mann.
Aber nicht in meinem Leben.
Auf dieser Ebene können wir uns viele Zugeständnisse machen.

Wir sind wie Feuer und Wasser,
wie Tag und Nacht,
wie eine zarte, erwachende Blume im Frühling,
wie ein sich heftig entladendes Gewitter nach einem heißen Sommertag,
wie ein kuscheliger Herbstsonntag, währen der Regen gegen die Fenster prasselt,
wie ein heftiger, eisiger Schneesturm im tiefsten Winter,
wie Ebbe und Flut,
wir ziehen uns magisch an, reißen uns mit und stoßen uns voneinander.
5.11.13 09:25





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